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Gastvorträge des Ägyptologie-Forums im Herbstsemester 2018

1. The Gold Throne of Tutankhamun.

Datum:Do, 27. September 2018
Zeit, Raum:18:00 Uhr, UZH Zentrum, KOL-F-123
Referent: Dr. Nicholas Reeves (London)

Wir haben das grosse Vergnügen, Ihnen den Gastvortrag von Nicholas Reeves, dem Spezialisten auf dem Gebiet von Geschichte und Archäologie der Amarnazeit, anzuzeigen. Seine Publikationen “The Complete Tutankhamun“ und “The Complete Valley of the Kings“ (u.a.) wurden in viele Sprachen übersetzt. Reeves hat als Erster nach 100 Jahren einen kritischen Blick auf die Grabwände von KV 62 (Grab des Tutanchamun) geworfen und heftige wissenschaftliche Debatten ausgelöst.

The “Gold Throne” (Carter object no. 91; Cairo JE 62028) is one of the best-known objects from the tomb of Tutankhamun (KV62). It is also one of the more intriguing, since its backrest scene shows clear evidence of having been altered in antiquity. What were the nature and extent of these changes? And what light do they shed on the complexities of the later Amarna Period?
Nicholas Reeves, a former Curator at the British Museum in London and the Metropolitan Museum of Art in New York, specializes in the history and archaeology of the Amarna period. His work is currently focused on the investigation of the architecture, decoration, and contents of Tutankhamun’s tomb in the Valley of the Kings.


2. Prinzen und Prinzessinnen: KV 40 in der 18. Dynastie

Datum:Do, 25. Oktober 2018
Zeit, Raum:18:00 Uhr, UZH Zentrum, KOL-G-212 EV
Referent: Dr. Hans-Hubertus Münch (Basel)

Thema des Vortrages sind die Bestattungen von Mitgliedern der königlichen Grossfamilie Amenophis III. in den Gräbern KV40 und KV64 im Tal der Könige. Beide Gräber wurden in den Jahren 2011 bis 2014 durch ein Team des Kings Valley Project der Universität Basel ausgegraben und dokumentiert. Obwohl die Fundkontexte von KV40 und KV64 durch umfassende Plünderungen am Ende des Neuen Reiches stark gestört waren, erlauben sie dennoch diverse Rückschlüsse auf die in diesen Gräbern bestatteten Personen. Diese werfen – wie zu zeigen sein wird – ein zum Teil neues Licht auf die Bestattungskultur der 18. Dynastie im Tal der Könige.


3. Kolossale Königsstatuen in den Tempeln von Karnak und ihre "Mobilität"

Datum:Do, 22. November 2018
Zeit, Raum:18:00 Uhr, RAA-E-27
Referent: Dr. Christian Loeben, Museum August Kestner (Hannover)

Sie sind so typisch für ägyptische Tempel, aber eigentlich weiss man über sie nichts Konkretes: kolossale Statuen derjenigen Pharaonen, unter deren Herrschaft die entsprechenden Tempelbauten realisiert worden sind. Bezeichnenderweise stehen sie meist (aber nicht immer) vor Tempeleingängen und blicken entweder auf den darauf Hinzuschreitenden oder auf die Tempelachse. Allein mit diesen zwei Ausrichtungsmöglichkeiten werden völlig unterschiedliche Funktionsweisen der Kolosse ausgedrückt, zum einen nämlich als passive Verehrungsempfänger und zum anderen als aktive Prozessionsteilnehmer. In der letztgenannten Funktion haben sich die Ägypter sie also „mobil“ vorgestellt – für uns heute kaum nachvollziehbar! Aber tatsächlich gab es auch „mobile Alter Egos“ der Kolosse, was von der Forschung erst allerjüngst erkannt wurde und nun endlich die These von den „beweglichen Giganten“ beweist.